Kirchberg, lange Zeit nur ein äbtischer Kellnhof, entwickelte sich nach dem Bau des ersten Kirchleins, das 1215 zum erstenmal urkundlich erwähnt ist, aber jedenfalls viel früher erbaut worden war, allmählich zu einem Kirchdorf. Einer St. Idda-Legende zufolge (Geschichte der Pfarrei) hätte es „auf der Höhe“ nur ein Dörfchen Rätenberg mit einem Bethaus gegeben; als dann aber auf dem heutigen Platze eine Kirche gebaut worden war, entwickelte sich das Dorf. Wie alt Kirchberg als Dorf ist, kann nicht genau angegeben werden; auf einer Karte dieser Zeit über die Besitzungen des Klosters St. Gallen am „Dora flumen“ (an der Thur) konnte der Name jedenfalls noch nicht gefunden werden. Kirchberg gehörte wohl zu den „kleinen Höfen“, von denen nicht alle mit Namen in die Karte aufgenommen werden konnten. (Quelle: J.H. Dietrich; Geschichte der Gemeinde Kirchberg SG; S. 9f)