Naturerlebnisraum Bräägg, Bazenheid
Informationsblatt über Naturwerte
Findlingsweg
Der Weg informiert über die letzte Eiszeit und die Vergletscherung unserer Region während der letzten Eiszeit. Er zeigt auch, woher die verschiedenen Findlinge stammen, die bei Bazenheid beim Strassen- und Kiesabbau gefundenen wurden.
Die verschiedenen Gesteinarten zeigen die Vielfalt der anorganischen Natur.
Gestein, Kies und Erde sind die Basis des organischen Lebens.
Findlinge und Findlingshaufen – im ganzen südlichen Teil verteilt – stellen Kleinlebensräume dar.
Landschaftselemente
Naturnaher Wald*
Waldrand*
Hecke*, Gebüschgruppe, Einzelbusch, Krautfläche*
Obstgarten (nur andeutungsweise, ausserhalb benachbart, südlich von Bräägg)
Magerwiese*, Halbmagerwiese, Fettwiese
Ruderalfläche*, Pionierstandort*
Trockenstandort*, Erdhaufen*, Steinhaufen*, Findling* (Erratischer Block)
Molassewand (Nagelfluh-Sandsteinwände)
Alte Kulturfläche* (Acker mit alten Getreidesorten und Ackerbegleitflora)
Brache*
Stillgewässer mit Verlandungszonen (Tümpel,* Weiher*, Lehmgrube*, Teich*)
Fliessgewässer (Bach*, Fluss)
Kies- und Sandbank
Weich- und Hartholzaue (an Thur)
* Landschaftselement wird auf Tafel vorgestellt.
Flora
Reiche Krautschicht in den Gehölzen mit Kräutern naturnaher Wälder
Hoher Altholz- und Dürrholzanteil
Hohe Baumarten- und Strauchvielfalt an den Waldrändern
Reiche Strauch- und Krautflora in Hecken
Vielfältige Flora in den Ruderalflächen und Naturwiesen
In alter Kulturfläche: Alte Getreidesorten (etwa Dinkel) mit Ackerbegleitflora und Arten der Brachen, auch Heilpflanzen (etwa Kamille)
Sporenpflanzen: Flechten (etwa an Buchenstämmen und auf Steinblöcken)
verschiedene Moospflanzen, Farne und Schachtelhalme
Wasserpflanzen (wie Wasserhahnenfuss) und Sumpfpflanzen (wie Froschlöffel) in Kleingewässern
Neophyten (fremdländische Pflanzen) sollen von allem Anfang an bekämpft werden!
Fauna
Kleintiere:
in Fliessgewässern (etwa Eintagsfliegen und Köcherfliegen)
in Stillgewässern (etwa Gelbrandkäfer)
auf Rohböden: verschiedene Ameisen-, Bienen-, Hummel- und Wespenarten,
(etwa Feldwespe)
in Naturwiese, Ruderal- und Brachflächen mehrere Käfer- und Spinnenarten,
reiche Tagfalterfauna
Fische:
in Fliessgewässern: Bachforelle, Alet, Groppe, Schmerle
Lurche:
Guter Grasfroschbestand, Wasserfrosch vereinzelt, Erdkröte, Feuersalamander
Blindschleiche, Zauneidechse, Ringelnatter (an Thur),
Vögel:
Rotmilan, Schwarzmilan, Mäusebussard, Sperber, Rauchschwalbe, Mehlschwalbe
(noch 2006), Spyre (das Gebiet überfliegend), Stockente, Graureiher, Wasseramsel, Bergstelze, Zaunkönig entlang der Gewässer (Mandarinenten als Kuriosität)
Ringeltaube, Rabenkrähe, Eichelhäher, Grünspecht, Buntspecht, Kleiber, Gartenbaumläufer,
Buchfink, Gimpel, Kernbeisser, Rotkehlchen, Amsel, Wacholderdrossel, Mönchsgrasmücke, Zilpzalp, Grauschnäpper, Sumpfmeise, Tannenmeise, Blaumeise, Kohlmeise, (nicht nur im Wald, sondern auch am Rande des Siedlungsraumes)
Waldkauz, Eichelhäher, Haubenmeise, Waldbaumläufer, Schwanzmeise, Trauerschnäpper, Gimpel, Kernbeisser (hauptsächlich im Wald)
Hausrotschwanz, Grünfink, Haus- und Feldspatz, Distelfink, Girlitz, Star,
Wacholderdrossel, Elster, Rabenkrähe (in offenem Gelände)
Naturschutzgebiet Lehmgrube Bräägg hat besondere Bedeutung für durchziehende Kleinvögel und Watvögel
Folgende Arten wurden schon beobachtet:
Bruchwasserläufer, Flussuferläufer, Schwarzkehlchen, Birkenzeisig, Erlenzeisig, Bachstelze, Bergfink, Buchfink
Säugetiere:
Rehe (im Wald und nachts auch in offenem Gebiet)
Eichhörnchen, Biber (zukünftig an der Thur ?)
Feldhase ?,
Steinmarder, Iltis, Dachs und Fuchs (durchstreifen das Gebiet hauptsächlich nachts)
Hermelin (Grosses Wiesel) ?
Igel, Maulwurf, Spitzmausarten
Siebenschläfer, Wanderratte, Maus- und Wühlmausarten
Fledertiere
Mai 2007
Reto Zingg