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Jakob Rüthemann tritt in den Ruhestand
Der 31. Juli 2009 wird Jakob Rüthemann wohl in nachhaltiger Erinnerung bleiben. Dies ist nämlich sein letzter Arbeitstag. Er tritt anschliessend nach fast 42 Jahren Einsatz als Klärmeister im Dienste der Politischen Gemeinde Kirchberg in seinen wohlverdienten Ruhestand.
Jakob Rüthemann wurde vom Gemeinderat an seiner Sitzung vom 14. Juni 1967 zum Klärwärter mit Stellenantritt 1. September 1967 gewählt, also zu einem Zeitpunkt, wo in der Gemeinde Kirchberg das Thema „Abwasserentsorgung“ hochaktuell war, aber eine Kläranlage noch gar nicht bestand. Sie war damals erst im Bau und wurde 1968 in Betrieb genommen.
Vertrauen hat sich gelohnt
Wenn man sich an die Diskussionen im Gemeinderat anlässlich der Wahl von Jakob Rüthemann zurückerinnert, gerät man fast etwas ins Schmunzeln. Der gelernte Maschinenschlosser, seit April 1965 als Betriebs- und Werkzeugmechaniker im zürcherischen Hegnau tätig, machte zwar einen guten und gepflegten Eindruck. Eine Kläranlage in Kloten hatte er zwar einmal besichtigt, mit den Anforderungen eines Klärwärters war er aber nicht vertraut. Einen Klärwärterkurs hatte er bis dahin auch nicht besucht, und er war auch nicht in der Lage, Schlamm- oder Absatzproben vorzunehmen. Ebenfalls orteten einzelne Ratsmitglieder die Gefahr, dass Rüthemann bald wieder ausziehen und eine andere Stelle annehmen könnte. Positiv fiel aber ins Gewicht, dass der neue Klärwärter in der Gemeinde Kirchberg Wohnsitz nehmen wollte.
Trotz all dieser Beurteilungen war das Vertrauen des Gemeinderates in die Person von Jakob Rüthemann ganz offensichtlich so gross, dass sie ihn schliesslich zum Klärwärter der Gemeinde Kirchberg wählten. Und sie mussten es auch nicht bereuen: Jakob Rüthemann blieb seiner Gemeinde und vor allem seiner Kläranlage nicht nur fast 42 Jahre treu, sondern entwickelte sich in dieser Zeit zu einem anerkannten, hochkompetenten Klärmeister.
Die ganze Entwicklung über Jahrzehnte miterlebt
Die ARA Bazenheid gehört heute zu den grössten Kläranlagen im Kanton St. Gallen. Die Kombination von kommunalen, gewerblichen und industriellen Abwässern machen sie zu einer hochkomplexen und anforderungsreichen Anlage. Jakob Rüthemann hat die ganze bauliche und technologische Entwicklung der Kläranlage vom Neubau 1967 über die Erweiterungen in den 70-er und anfangs 80-er Jahren bis zur heutigen, komplett erneuerten und ausgebauten Anlage miterlebt. Vor allem die letzten 10 Jahre, wo die gesamte Anlage in drei Etappen erneuert und ausgebaut wurde, haben seinen vollen Einsatz gefordert. Jakob Rüthemann hat dabei alle Neuerungen aktiv mitverfolgt, mitgestaltet und mitgetragen. Dabei hat er immer auch die Interessen der Anlagenbenützer sowie der Bauherrschaft und Eigentümerin im Auge behalten und verantwortungsvoll wahrgenommen. Ende August 2009 darf die Gemeinde Kirchberg eine Anlage einweihen, die auf einem modernen technischen Stand im Dienste des Umweltschutzes arbeitet.
Ein herzliches Dankeschön
Der Gemeinderat dankt Jakob Rüthemann von ganzem Herzen für seinen grossen und kompetenten Einsatz, den er über Jahrzehnte im Dienste der politischen Gemeinde Kirchberg und im Interesse einer einwandfreien Abwasserentsorgung geleistet hat. Er wünscht ihm im Ruhestand möglichst viele gute Erinnerungen an vergangene Tage auf der Kläranlage Allmend, aber vor allem auch viel Zeit für all das, was bisher etwas zurückstehen musste.
Der Gemeinderat hofft, dass der Nachfolger von Jakob Rüthemann, Michael Palecek, ebenfalls viel Freude und Interesse an der erneuerten Kläranlage finden und diese zusammen mit seinen Mitarbeitern weiterhin kompetent betreuen wird.
