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Mitteilungen aus dem Gemeindehaus Kirchberg vom 12. März 2010
Wildwarnanlagen auch in der Gemeinde Kirchberg
Der Schweizerische Versicherungsverband setzt das Pilotprojekt „Weniger Wildunfälle“ in Zusammenarbeit mit dem schweizerischen und dem kantonalen Jägerverband um. Daran beteiligt ist auch das kantonale Amt für Natur, Jagd und Fischerei, St. Gallen. Es ist geplant, im Kanton St. Gallen in diesem Frühjahr rund 1000 akustische Wildwarngeräte an Strassenabschnitten, an denen sich regelmässig Wildunfälle ereignen, anzubringen.
Akustische Wildwarner
Die akustischen Wildwarngeräte werden entlang von Strassen mit Wildwechseln angebracht. Trifft bei Dämmerung oder nachts das Scheinwerferlicht eines vorbeifahrenden Autos auf ein solches Gerät, wird ein Pfeifton ausgelöst. Dieses Signal soll die Wildtiere davon abhalten, bei Gefahr die Strasse zu überqueren. Der Wildwechsel ist in gefahrlosen Momenten aber weiterhin gewährleistet. In den Kantonen Zürich, Schaffhausen und Luzern sind bereits über 8'000 Geräte im Einsatz. Die Unfälle mit Wild haben auf diesen Teststrecken um 30 bis 40 Prozent abgenommen.
Wildwarnstrecken in der Gemeinde Kirchberg
Auch in der Gemeinde Kirchberg werden Wildwarngeräte angebracht. Am Strassenabschnitt Schalkhusen bis Sackgrütli und auf der Strecke Sackgrütli bis vor den Höfen Häne vor Ötwil, Gähwil, an der Staatsstrasse Vordersenis-Hintersenis, Waldwis-Tüfrüti (Strecke Mühlrüti-Kirchberg) und Fehrenloo bis Fetzhof (Strecke Rickenbach-Kirchberg) und Cholberg-Stelz (Strecke Rickenbach-Bazenheid) werden total rund 100 Wildwarngeräte an Strassenmarkierungspfosten angebracht.
Wissenschaftliche Begleitung des Projektes
Das kantonale Amt für Natur, Jagd und Fischerei hat das Wildforschungsinstitut SWILD beauftragt, das Projekt im Kanton St. Gallen wissenschaftlich zu begleiten. Ziel der Untersuchungen ist es, die Wirkung der Wildwarngeräte im Sinne einer Erfolgskontrolle aufzuzeigen und Grundlagen zu schaffen, um die akustischen Wildwarner optimal und mit möglichst wenig unerwünschten Nebenwirkungen einsetzen zu können. Dazu sind auch die Erfahrungen der Jagdgesellschaften und der Bevölkerung gefragt.