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News: Stellungnahme zum Agglomerationsprogramm
Politische Gemeinden: Bronschhofen, Jonschwil, Kirchberg,
Lütisburg, Niederhelfenschwil, Oberbüren, Oberuzwil, Zuzwil
Ja mit Forderung nach Nachbesserungen
Acht St.Galler Gemeinden stimmen dem Agglomerationsprogramm im Grundsatz zu, verlangen aber Nachbesserungen. Bis zur Realisierung von Wil-West müssen weitere Arbeitsplatzzonen in der Region möglich sein und der Raum beim Autobahnanschluss Oberbüren ist unter Berücksichtigung der Verkehrskapazität ebenfalls zu entwickeln. Für die Wohnbedürfnisse müssen auch punktuelle Einzonungen für tiefe und mittlere Überbauungsdichten möglich sein. Beim öffentlichen Verkehr wird ein baldiger Halbstundentakt für die ganze Region gefordert.
Die gemeinsam Stellung beziehenden Gemeinden Bronschhofen, Jonschwil, Kirchberg, Lütisburg, Niederhelfenschwil, Oberbüren, Oberuzwil, Zuzwil stimmen der Notwendigkeit eines gemeinsamen Zukunftsbildes zu, mit welchem die Entwicklung von Siedlung und Verkehr in geordnete und zukunftsgerichtete Bahnen gelenkt werden soll. Die übergeordnete und gemeinsame Planung liegt auch im Interesse der Nicht-Zentrumsgemeinden, da damit die hohe Lebensqualität unserer Region sichergestellt werden kann.
Vakuum überbrücken
Die Bildung eines Entwicklungsschwerpunktes Wil-West wird befürwortet. Um dem Agglomerationsprogramm als Ganzes zustimmen zu können, werden aber Nachbesserungen gefordert. Da die Realisierung von Wil-West noch mehrere Jahre dauert, wird eine starke Entwicklungsverlangsamung der Region in wirtschaftlicher Hinsicht erwartet. Es wird deshalb ein grosszügigerer Umgang mit Arbeitsplatzzonen bis zum Zeitpunkt der Realisierung von Wil-West postuliert. Das bis zur Realisierung von Wil-West entstehende "Vakuum" soll dort aufgefangen werden, wo Arbeitsplatzzonen ohne wesentliche Verschlechterung der Gesamtverkehrssituation möglich sind.
Weiterer Schwerpunkt in Oberbüren
Vom Grundsatz ausgehend, dass in der Nähe von Autobahnanschlüssen starke Entwicklungen möglich sein sollen, halten die Gemeinden im Raum Oberbüren einen weiteren Entwicklungsschwerpunkt – allerdings nicht in der gleichen Grösse wie Wil-West – für zweckmässig. Dabei müssen jedoch die Verkehrskapazitäten im Raum Oberbüren im Auge behalten werden.
Verdichtung und Einzonungen
Die Konzentration der Entwicklung auf die beiden Zentren Wil und Uzwil halten die Nicht-Zentrumsgemeinden für zu einseitig. Insbesondere für Wohnbedürfnisse verlangen die suburbanen Gemeinden stärkere Entwicklungsmöglichkeiten. Dies entspricht dem Bevölkerungstrend der letzten 20 Jahre und dies wird auch für die kommenden Jahre weiterhin so sein. Einverstanden sind die Gemeinden damit, dass zumindest ein Teil dieser Bevölkerungsentwicklung mit inneren Verdichtungen aufgefangen werden soll. Diese Verdichtungen müssen aber auf alle Dörfer und nicht nur auf die Zentren bezogen werden. Es werden deshalb auch punktuelle Einzonungen für das Wohnen niederer Dichte gefordert, da dies von mittleren und oberen Schichten nach wie vor stark nachgefragt wird. Eine Vernachlässigung dieser Bevölkerungsgruppe hätte wirtschaftlich negative Folgen für die Region und die Gemeinden.
Halbstundentakt für Region
Beim öffentlichen Verkehr wird die allgemeine Stossrichtung befürwortet. Bei den Kriterien für Einzonungen wird eine Maximaldistanz zur nächsten Haltestelle von 500 Metern statt nur 300 Metern gefordert. Die Einteilung in Zentren mit künftigem Viertelstundentakt und in übrige Gebiete mit mehrheitlich künftigem Halbstundentakt halten die Gemeinden für zu starr und zu abrupt. Der Verkehr soll nicht an den Gemeindegrenzen plötzlich anders verlaufen. Ein durchgehender Halbstundentakt muss zuerst für die ganze Region eingeführt werden. Erst dann ist ein punktuelles Ausweiten auf einen noch dichteren Takt in Gebieten mit grosser Nachfrage und grossem Potenzial sinnvoll.