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News: Regionale Neophytenbekämpfung 2011
Konsequente Bekämpfung fortführen
Von Mai bis August 2011 wird im Einzugsbereich der Glatt und Thur wiederum eine regionale Neophytenbekämpfung gestartet. Die beteiligten neun Gemeinden und drei kantonalen Ämter setzen damit die letztes Jahr begonnene Kampagne fort, um die unerwünschten Pflanzen sukzessive auszurotten. Die Bevölkerung wird gebeten, Samen invasiver Pflanzen nicht in den Wäldern und Gewässern zu verbreiten.
Am Projekt sind die neun Gemeinden Degersheim, Flawil, Gossau, Jonschwil, Kirchberg, Oberbüren, Oberuzwil, Uzwil und Zuzwil beteiligt. Die fremden Pflanzen sind aus anderen Kontinenten bei uns eingewandert oder wurden eingeschleppt und breiten sich wegen fehlender Konkurrenz oder natürlicher Feinde sehr stark und auf Kosten der angestammten Vegetation aus. Gewisse Arten stellen ein gesundheitliches Risiko für Menschen dar, andere bedrohen die Vielfalt der einheimischen Flora, wieder andere verursachen Probleme wegen ihrer destabilisierenden Wirkungen von Gewässer-, Bahn- und Strassenböschungen.
Grosser personeller Aufwand
Zur Bekämpfung in Naturschutzgebieten sowie entlang von Bächen und Waldrändern werden Bekämpfungsgruppen aus Gemeindeangestellten, Gartenbauunternehmen, kantonalen Ämtern, Zivilschutzleuten, Zivildienstleistenden (Verein Grünwerk, Winterthur) und Arbeitslosen gebildet. Die Leitung der Bekämpfungsgruppen erfolgt durch erfahrene Fachleute der Stiftung Business House und von Zyklus Gartenbau.
Kampfansage an illegale Grünmüllentsorger
Der Bekämpfungsaufwand wird in Zukunft kleiner, wenn private Gartenbesitzer und Landwirte sich konsequent verhalten. Mit der illegalen Grünmüllentsorgung entlang von Waldrändern und Bächen werden die Samen der fremden Pflanzen stark verbreitet und so die Bemühungen von Gemeinden und Kanton zunichte gemacht. Die Bekämpfungsaktion 2010 war mit Kosten von gut Fr. 450'000 verbunden, was mit Steuermitteln von Kanton und Gemeinden finanziert werden musste. Die Gemeinden bitten deshalb die Bevölkerung, die ordentliche Grünmüllentsorgung zu benützen und die illegale Grünmüllentsorgung in der Natur, insbesondere in der Nähe von Bächen, Flüssen und Wäldern, zu unterlassen.
Rückfragen:
Dr. Alfred Brülisauer, kant. Amt für Natur, Jagd und Fischerei, 058 229 31 51
Zyklus Gartenbau, Werner Blättler, Gähwil, Tel. 071 910 08 08
Stiftung Business House, Peter Rodighiero, Berneck, Tel. 071 744 42 44
Verein Grünwerk Mensch & Natur, Patrick Fischer, Winterthur, Tel. 052, 213 90 11