8 Burg Stein
Am äussersten Rand einer leicht nach E geneigten Terrasse, die sehr steil ins Gonzenbachtobel abfällt (teilweise Felswände).
Die Anlage besteht von NW nach SE aus: tiefem Halsgraben, der den Vorsprung vom ganzen übrigen Gelände abschneidet – Vorwall – zweiter, weniger tiefer Graben – Burghügel, dreieckig, Spitze gegen Tobel – Graben gegen äussersten Spitz? [abklären]
Felder erwähnt keine Mauerreste, Strässle aber solche im NW des Burghügels, „die bei seinerzeitigen Grabungen zu Tage traten.“ A. Bühler legte im NW des Burghügels einen Sondierschnitt 3 x 2m an, der heute noch im Gelände sichtbar ist. Daraus stammen die bei ihm aufbewahrten Funde (s.u.). Nordöstlich davon Spuren einer weiteren Sondierung, ausgeführt durch den Bruder von Herrn Bühler. Er habe dort Steine gefunden, darunter eine ebene Fläche (Grabensohle?). 1984 und 1995 wurde ein Mauerstück durch einen Schlipf freigelegt und teilweise zerstört. Frage nach Konservierung an Denkmalpflege weitergeleitet (bei Besichtigung aber Burgstelle nicht gefunden!).
Funde: 1 Pfeileisen, 1 geknickte zugepspitzte Bronzetülle, 1 Gürtelschnalle (Fe), 1 Schlüsselfragment (Fe), 1 Fensterkolben (Fe), 1 silberner Fingerring, BS Becherkachel (Dm. 8cm), WS Topf hellrot, mit Tupfenleiste (D. ca. 17cm), 2 Eisenschlackenkuchen (12 x 11cm, Tiefe 5cm; 13 x 10cm, Tiefe 5cm; beides Schmiedeschlacken!) sowie 4 Knochen, darunter angeblich das Fragment eines menschlichen Schädels (Unterkiefer). Einige „merkwürdige“ Steine. In Fundschachtel teilweise auch Stücke mit anderen Fundorten aufbewahrt (Nägel, Ammonit).