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9 Burg Bäbikon / Bäbingen

Am äussersten Rand einer leicht nach NE geneigten Terrasse, die sehr steil ins Gonzenbachtobel abfällt, beidseitig durch Rinnen (künstlich?) geschützt.
 
Die Burg lag auf einem runden Hügel, der auf der Feindseite mit einem Graben versehen war.
Felder vermeldet, dass der Graben teilweise aufgefüllt sei, dass man aber vor 30 Jahren (d. h. um 1870) noch Reste des Turmes gesehen habe. Er schreibt auch, ganz Bäbingen sei einstmals mit einer Mauer umgeben gewesen. F. Knoll-Heitz (1970) schreibt aufgrund eines Berichtes von P. Hasler, dass der Grossvater des damaligen Besitzers die Ruine im letzten Jahrhundert schleifte und das Plateau des Burgstockes ausebnete. Der Graben sei in den letzten Jahrzehnten weitgehend ausgefüllt worden, so dass sich der Burghügel nur noch ca. 3,5m über die Wiese erhebe. „Vor einigen Jahren“ begann der Besitzer, Hans Wiget in Bäbikon, von NW her den Hügel zur Kiesgewinnung abzutragen. Dabei legte er die Ecke einer Mauer frei. In diesem Zustand wurde die Burg 1968 von A. Müller und P. Hasler gefunden. Im Sommer 1969 legten die beiden einen Sondiergraben an. Das Mauerwerk reichte bis 3m tief in die Erde (oben mit 0,6m Humus bedeckt) und bildete wohl das Fundament eines Turmes. Baumaterialien: Quader mit bis zu 0,5m Länge und Bollensteine, harter Mörtel. Mauerdicke 2 – 2,2m. L. SW-Seite Turm 7,7 m. Innerhalb des Turmes 0,2m dicke Mörtelschicht, darunter gewachsener Kies. An die Turmfundamente schliesst gegen das Gonzenbachtobel eine Mauer von kleineren Steinen an, die am Steilabfall gegen das Tobel abbricht (Teile des Hügels wohl abgerutscht). Meist in Auffüllung des 19. Jh. gegraben, mittelalterliche Funde selten: 1 eisernes Pfeileisen (L. 7cm) und einige handgeschmiedete Nägel. Rogefärbte Steine und Brandspuren deuten auf einen Brand der Anlage hin. 1970 war anscheinend ein weiterer Kiesabbau geplant, wobei der Besitzer versprach, bei künftigen Arbeiten „auf Funde und Mauerreste [zu] achten.“ Reicke: Freigelegt ein rund 9m langer Mauerwinkel mit wenig buckligem Mauerwerk, dessen Steine teils rundlich, teils roh zurechtgehauen und bis 60cm lang sind.
Die Unterlagen Hasler/Müller müssen noch ausgewertet werden! Wohl alles Auffüllung 19. Jh.

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