52 Cholberg: Zwei Handmühlsteine
Etwa 40m südlich des Hofes Cholberg.
Fundmeldung wohl Ende Mai 1968, Brief mit Skizze mit 30.5. datiert. Erster Augenschein 5.6., zweiter 12.6.1968.
Gasleitung parallel zum Hang, westlich des Bauernhauses. Fundstelle: etwa 40m südlich des Bauernhauses, in etwa 1m Tiefe. Der Erdgasgraben war etwa 1m tief. Unten lehmiges Material, oben 20-30cm Humus, teilweise auch Kohleschicht (20cm stark) unter Grasnarbe. In Lehmschicht nichts besonderes zu beobachten, nicht weit vom Fundort aber auch Kohlestücke im Lehm (B. Frei vermutet sekundäre Einschwämmung).
Geologisches Gutachten durch Eugen Weber, Geologe, Maienfeld (Vergleich mit der petrographischen Sammlung der ETH Zürich): Roter Porphyr aus dem Schwarzwald.
Juni 2000 Begutachtung/Aufnahme durch Cornel Doswald (damals galten die Steine noch als von Mels, Castels stammend!) Vermutung, es handle sich um süddeutsches Material. Bestätigung 14.9.2000 durch Prof. Dr. Marcel Joos: Schweigmattbrekzie.
Datierung: Spätlatène, ev. Frührömisch.
Die Flur soll nach dem Besitzer von 1968 (Josef Wagner) „Knochenstampfe“ heissen, wofür er keine Begründung geben konnte. Das Gelände ist südwestlich des Hofes etwas unruhig, wohl wegen kleinen Rutschungen (Nässe!). Der Bauer wolle sie ausebnen.