Eingebettet in eine schöne Landschaft der voralpinen Hügelzone präsentiert sich die Gemeinde Kirchberg als «Eingangstor» zur Tourismusregion Toggenburg. Vielfältige Freizeit- und Sportangebote in der Gemeinde oder in nächster Umgebung sowie hervorragende und vielfältige sportliche Anlagen werten die hohe Lebensqualität zusätzlich auf. Unterschiedlichste Vereine und kulturelle Institutionen bereichern das Leben in der Gemeinde.
Die Gemeinde Kirchberg gehört flächenmässig zu den grössten Gemeinden im Kanton St. Gallen. Sie umfasst die fünf grösseren Dörfer Bazenheid, Kirchberg, Gähwil, Dietschwil und Müselbach und rund hundert Weiler, wie z.B. Ötwil, Schalkhusen, Bäbikon, Wolfikon, Husen, Albikon, Tannen, Bräägg und Kleinsiedlungen, wie z.B. Buomberg, Ernstel, Chalchtaren, Gauchen, Altenbrunnen, Laubberg, Tüfrüti, Hof, Remis, Rupperswil, Hüsligs, Hänisberg, Brääggfeld, Brunberg usw. Durch die dezentrale Siedlungsstruktur weist die Gemeinde eine grosse Vielfalt auf, die sich in den verschiedenen Mentalitäten der Einwohnerinnen und Einwohner widerspiegelt.
Das Kloster St. Gallen erhielt von Iso in Bazenheid (Pacinwaida, Paccinweidu, Pazinheide, Pazinweidu, Batzenheid, Batzenweid) im Jahre 775 Vergabungen, womit das Dorf urkundlich erstmals erwähnt wurde. Im Jahre 779 übertrug die Edelfrau Harisinda ihren Altenteil (ihr Leibgeding) in Bazenheid an das Kloster St. Gallen. (Quelle: H.J. Dietrich; Geschichte der Gemeinde Kirchberg SG; S. 7f)
Dorfkorporation Bazenheid
www.bazenheid.ch
Im Jahre 827 sind als Gutsbesitzer in Thiotmaris wilare marca (Dietschwil) Adalrem und sein Bruder Hato genannt. Im folgenden Jahre waren ihre Güter im Besitze des Klosters St. Gallen.
(Quelle: H.J. Dietrich; Geschichte der Gemeinde Kirchberg SG; S. 7)
Dorfverein "Dietschwil dihei"
www.dietschwil-dihei.ch
Eine Urkunde aus dem Jahre 1209 nennt den Edlen „Volmar de Gainwil“ (Gähwil), womit das Dorf erstmals erwähnt wurde.
(Quelle: H.J. Dietrich; Geschichte der Gemeinde Kirchberg SG; S. 8)
Dorfverein "Gähwil vereint"
www.gaehwil.ch
Husen hat von altersher seinen Dorfbrunnen, der sogenannte Hauptbrunnen beim Bürgerheim. 1836 ist die Quelle in der Oberwies im Gemeindeprotokoll genannt.
Kirchberg, lange Zeit nur ein äbtischer Kellnhof, entwickelte sich nach dem Bau des ersten Kirchleins, das 1215 zum erstenmal urkundlich erwähnt ist, aber jedenfalls viel früher erbaut worden war, allmählich zu einem Kirchdorf. Einer St. Idda-Legende zufolge (Geschichte der Pfarrei) hätte es „auf der Höhe“ nur ein Dörfchen Rätenberg mit einem Bethaus gegeben. Als dann aber auf dem heutigen Platze eine Kirche gebaut worden war, entwickelte sich das Dorf. Wie alt Kirchberg als Dorf ist, kann nicht genau angegeben werden. Auf einer Karte dieser Zeit über die Besitzungen des Klosters St. Gallen am „Dora flumen“ (an der Thur) konnte der Name jedenfalls noch nicht gefunden werden. Kirchberg gehörte wohl zu den „kleinen Höfen“, von denen nicht alle mit Namen in die Karte aufgenommen werden konnten. (Quelle: J.H. Dietrich; Geschichte der Gemeinde Kirchberg SG; S. 9f)
Dorfkorporation Kirchberg
www.dk-kirchberg.ch
Unklar ist, ob Müselbach auf die Alemannen Muozo zurückgeführt werden kann. Müselbach hiess einst auch „Muasilenpah“, was an Sumpf, Moor, Moos erinnert. Urkundlich erwähnt ist, dass im Jahre 854 ein Streit zwischen Abt Grimald von St. Gallen und dem Edelmann Notger von Jonschwil wegen des Dörfleins Brunnen und eines daran anstossenden Waldes entstand. Die zum öffentlichen Gericht aufgerufenen Leute standen auf der Seite des Klosters. Notger schlug darauf einen Tausch vor, und gab dem Kloster für jenen Bezirk von seinen Gütern zu Masinang (Mosnang), Algertshausen (Algerzhausen, Adalgozzes huson) und Lommis 96 Jucharten, mit dem Versprechen, ihm die ungehinderte Benutzung des bey Brunnen stehenden Waldes zu lassen. In der betreffenden Tausch-Urkunde, im Jahre 855 gefertigt, sind auch Cunzenpah (Gonzenbach) und Muasilenpah (Müselbach) genannt.
(Quelle: H.J. Dietrich; Geschichte der Gemeinde Kirchberg SG; S. 8)
Dorfverein "Müselbach und Umgebung"
www.mueselbach-und-umgebung.ch
In Schalkhausen taten sich im Jahr 1898 die Dorfbewohner zu einer Wasserversorgungs-Genossenschaft zusammen. Die Gründung dieser Genossenschaft war für das Dorf, das bei Regenwetter sehr schlechtes Wasser bekam, von grosser Wichtigkeit. Einsichtige und unternehmende Dorfgenossen wiesen hin auf eine ergiebige Quelle im vorderen Gais und rechneten ihren Mitbürgen vor, dass diese, richtig gefasst, das ganze Dorf mit Trinkwasser versorgen und obendrein noch genügend Wasser zu einer Hydrantenanlage liefern könnte.
1998 konnte Schalkhusen sein 100-jähriges Bestehen feiern. Für diesen Anlass wurde damals ein Buch veröffentlicht, mit Entwicklungen und Ereignissen der letzten Jahre.
Dorfverein "Dörfligmeinschaft Schalkhusen"
www.schalkhusen-dorf.ch
Die Dorfkorporation Wolfikon ist am 25. Januar 1902 gegründet worden.